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BUND Kreisgruppe Kaiserslautern

Wildkatzen

Rheinland-Pfalz beherbergt etwa 50% der 3000 – 5000 Individuen und damit das größte Wildkatzenvorkommen in Deutschland. Etwa 500 Wildkatzen leben im Pfälzerwald. Für das Überleben der Art ist ein genetischer Austausch mit den anderen Wildkatzenpopulationen wichtig. Viele Bilder und Informationen..  

Wanderwege für Wildkatzen

Die Zerschneidung des Lebensraums der Wildtiere durch Siedlungs- und Verkehrsstrukturen in Deutschland hat ein Ausmaß angenommen, das den Bestand vieler Wildtiere bedroht. Der BUND setzt sich in dem bundesweiten Projekt „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“ für eine Vernetzung der zunehmend verinselten Lebensräume ein, wobei die Wildkatze als Leitart dient (Felis silvestris, geschützt nach Washingtoner Artenschutzübereinkommen, EG-Verordnung 318/2008, FFH Richtlinie EG 2006/105 Anhang: IV, BNatSchG ).

Ehrenamtliche Helfer der lokalen BUNDgruppen tragen Informationen über Wildkatzenvorkommen und Wanderwege zusammen, führen selbst Nachweise mit Hilfe von Fotofallen und Lockstöcken und machen Vorschläge für Verbesserungen der Wanderkorridore. Unterstützt werden sie hierbei von Experten der Wildbiologie.

Rheinland-Pfalz beherbergt etwa 50% der 3000 – 5000 Individuen und damit das größte Wildkatzenvorkommen in Deutschland. Etwa 500 Wildkatzen leben im Pfälzerwald. Für das Überleben der Art ist ein genetischer Austausch mit den anderen Wildkatzenpopulationen wichtig. Der Umstand, dass die Tiere weite Wanderungen zurücklegen können, begünstigt eine Verknüpfung der Vorkommen. Nun geht es darum, die Wanderkorridore sicher zu machen. Die BUND Kreisgruppe Kaiserslautern befasst sich mit den Wildkatzenwegen, die die Population des Pfälzerwalds mit der im Hunsrück verbinden. 

Grünbrücken

Grünbrücken sind sehr breite Brücken (mindestens 50m), die mit einer dicken Bodenschicht versehen und z. B. mit Bäumen bepflanzt werden. Durch diesen Vegetationsstreifen sollen die von den Straßen durchschnittenen Lebensräume wieder verbunden werden, die Landschaft soll für die Natur funktionell fortgesetzt werden. Grünbrücken werden so gestaltet, dass sie von den Wildtieren angenommen werden: sie bieten Deckung und befinden sich abseits von den Wegen der Menschen.

Besonders Autobahnen stellen durch ihre Breite und die schnell fahrenden Fahrzeuge eine starke Barriere dar. Ein Überquerungsversuch endet für die Tiere oft tödlich. Dadruch werden die Tierpopulationen auf beiden Seiten der Autobahn isoliert, was z.B. eine genetische Verarmung zur Folge hat oder auch bewirkt, dass die Teilpopulationen wegen ihrer geringen Größe eine geringere Überlebenschance haben. 

Informationen zu Wildbrücken finden Sie hier:

Bedeutung_von_Biotopverbundanlagen.pdf

Hier finden Sie einen Filmbericht über die Grünbrücke bei Wattenheim.

 

Wildkatze gefunden (auch Todfund)?

Bitte melden Sie sich!

Karl-Heinz Klein

bund.klein.karlheinz(at)googlemail.com

Mobil: 0160-96949528 

 

 

Am Einsiedlerhof aufgenommene Wildkatze mit der BUND-Fotofalle.

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